Antonio Melis
Antonello, Osteria della Salute
In Waidmannslust, Ecke Waidmannsluster Damm und Düsterhauptstrasse, gibt es seit einiger Zeit einen neuen Italiener: „Antonello, Osteria della Salute“. Inhaber und Namensgeber Antonio Melis ist in Berlin kein Unbekannter. Hat er doch zwölf Jahre lang das „Forchetta“ in Halensee geführt. An neuer Stätte, wo schon Siegfried Rockendorf wirkte, widmet sich nun also Antonio Melis der cucina autentica. Die Werbetrommel fragte ihn nach seinen Ambitionen und Plänen.
Antonio Melis: Schau’n Sie, im Grunde ist die cucina autentica nichts anderes als die klassische italienische Küche. Sie wird traditionell bestimmt von der Kunst des Einfachen. Ich will im Antonello keine Sterneküche machen. Meine Gäste sollen einfach gut essen. Ich habe Respekt vor den Leuten, die hart arbeiten und möchte Ihnen nur etwas Genuss bieten. Che, die feine italienische Art zu genießen.
Werbetrommel: Das hört sich natürlich ganz einfach an, aber was bedeutet es denn nun genau: cucina autentica?
Antonio Melis: Das kommen für mich im wesentlichen drei Dinge zusammen. Erstens gute Zutaten, zweitens klassische Rezepte und drittens die sorgfältige Zubereitung. Dazu ein schönes Ambiente zum Wohlfühlen. Man isst ja auch mit den Augen. Natürlich macht das alles ein bisschen mehr Arbeit, aber es macht auch viel mehr Spaß. Weil wir glücklich sind, dem Gast das zu bieten, was wir wollen und können. Che, das habe ich schon immer so gemacht.
Werbetrommel: Geben Sie uns doch mal ein Beispiel, was für Sie die authentische italienische Küche bedeutet.
Antonio Melis: Nehmen wir unser Kalbskotelett. Das Fleisch muss gut sein, nicht zu alt nicht zu jung und genau richtig in der Reife. Dann braucht man es nur noch zu braten. Gutes Öl, die richtige Hitze, Salbei, ein bisschen Salz und Pfeffer, perfetto. So kommt es innen noch rosa aus der Pfanne direkt auf den Teller und sonst nichts. Salat oder Gemüse extra nebenan auf einem zweiten Teller, wie in Italien. Oder unsere hausgemachten schwarzen Nudeln mit Taschenkrebsfleisch und Safran. Die Krebse werden bei uns gekocht und ausgelöst. Das kann man nachmittags machen, bevor der Gast kommt. Und abends werden die Nudeln immer frisch für jeden Gast gekocht, mit dem Sud und dem Krebsfleisch verbunden, abgeschmeckt und das ist es. Einfach und authentisch. Den Unterschied schmeckt man.
Werbetrommel: Die Karte im Antonello fällt dadurch, das sie nur wenige Seiten umfasst. Auch das ist Teil Ihres Konzeptes?
Antonio Melis: Natürlich, es ist alles eine Frage der Einstellung. Was wir anbieten, wird für jeden Gast immer wieder frisch zubereitet. Deshalb konzentrieren wir uns im Antonello auf das Wesentliche in fünf, sechs Variationen und versuchen, die besonders gut zu machen. Antipasto, Nudeln, Fleisch, Fisch, Dessert. Dicke Bücher haben unsere Gäste doch zu Hause. Der Gast soll Zeit haben, zu sich entspannen und zu genießen. Und das geht am besten bei gutem Essen in angenehmer Atmosphäre.
Ristorante Antonello
Düsterhauptstr. 1 13469 Berlin Waidmannslust 030 324 35 16 Küche von 12.00 – 22.30 Uhr Montag Ruhetag Alle Angebote unter: www.ristorante-antonello.de
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